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Das Omega-3 ABC
NEU! Omega-3 Test 2013
Omega-3 Test 2005
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Test Januar 2013: Zehn Öko und Bio Omega-3 Öle im Vergleich

Seit dem letzten Vergleich im Jahr 2005 (Test weiter unten) hat sich einiges im damals noch relativ unbekannten Omega-3 Markt getan. Die weltweite Nachfrage hat sich seit dem letzten Test fast vervierfacht (über 200'000 Tonnen). Omega-Fettsäuren sind ein wichtiger Ernährungsbestandteil der Bevölkerung geworden. Die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA hat die positive Wirksamkeit von Omega-3 Fettsäuren bestätigt und die empfohlene Tagesdosis für Schwangere, stillende Mütter und Erwachsene teilweise massiv erhöht.

Auf der negativen Seite jagt ein Lebensmittelskandal den Anderen. Die Weltmeere sind zu grossen Teilen überfischt. Die Atomkatastrophe Fukushima verunsichert uns heute noch. Ich wollte diese Zeitgeschehnisse in unseren Test mit einbeziehen, d.h. ein Omega-3 Test, der die Problematik der Nachhaltigkeit noch mehr in Betracht nimmt.

Neu gibt es Fisch- und Krillöl-Anbieter aus zertifiziert nachhaltiger Fischerei, was ich persönlich sehr interessant finde. Das mittlerweile bekannte Label „MSC“ (Marine Steward Council) wurde aber von Greenpeace als nicht nachhaltig genug eingestuft, da trotz MSC Label die Überfischung immer noch möglich ist, und auch die Rückverfolgbarkeit der Produkte nicht gegeben ist. Wobei das relativ neue Label „Friend of the Sea“ genau diese Nachhaltigkeitsthemen sich vorbildlich und nachvollziehbar auf die Fahnen geschrieben hat.

Krill Öl nur ein Trend? Ich stelle mich noch kritisch gegenüber dem neuen Trend Krill Öl. Dahinter steckt eher ein grosser Konzern mit einer gut bezahlte Marketingstrategie, für die die Konsumenten einen sehr hohen Preis bezahlen. Es kann nicht am Omega-3 Gehalt liegen, dass man sich Krillöl kauft. Die bessere Aufnahme durch Phospholipide sind wissenschaftlich nicht gut genug nachgewiesen und alleine wegen dem Antioxidants Astaxanthin 15x mal mehr zu bezahlen als das günstigste Produkt im Vergleich, ist schon sehr fragwürdig. Ausserdem ist Krill die Hauptnahrung der Wale, und diese wunderbaren Säugetiere haben es schon schwer genug auf dieser Welt.

Achten Sie auch darauf, wenn das Wort „Bio“ im Titel eines Produktes steht, es noch lange nicht biologisch geprüft wurde. Von 5 angeblichen Bio Produkten waren nur 2 davon wirklich nachweisbar zertifiziert. Hier wird mit zweifelhaften Marketingmethoden der Konsument zum Narren gehalten.

Omega-3 Öle gibt es mittlerweile sehr viele. Viele verkaufen sich nur über den Preis, kaum über die Qualität. Bei „billigen“ Produkten handelt es sich sehr oft um riesige Kapseln mit einer tierischen Gelatine-Hülle und mit wenig Omega-3 Fettsäuren. Auch hier gilt immer noch, wer Bescheid weiss und genau hinschaut, bekommt mehr fürs Geld. Ein Vergleich im unteren Preissegment wäre uferlos. Darum habe ich mich entschieden nach Omega-3 Ölen Ausschau zu halten, die mit einem Bio- oder Öko-Versprechen mehrheitlich im deutschsprachigen Europa auftreten.

Basierend auf diesen Fakten habe ich die Omega-3 Fischöl Produkte nach folgenden Kriterien gewichtet und verglichen.

Umwelt max. 55 Punkte

Umweltfaktoren wie: woher der Fisch stammt und ob dort nachhaltige Fischerei betrieben wird, rücken bei Konsumenten immer mehr in den Vordergrund. Aber mich interessiert auch, wer mit dem Label Bio Produkte anpreist und was dahinter steckt. Mit der sehr neuen Algentechnologie kommen nun sogar erneuerbare Omega-3 Rohstoffe auf dem Markt.

Preis max. 10 Punkte

Der Preis allein rückt immer mehr in den Hintergrund, da die Qualitätsunterschiede enorm sind. Wer wenig bezahlt, bekommt auch wenig. Hier sollte man unbedingt mehr auf Qualität achten.

Darreichungsform max. 20 Punkte
Die Darreichungsform ist immer noch ein wichtiger Punkt, da die Einnahme und fischiges Aufstossen von Kapseln für viele immer noch eine grosse Rolle beim Kauf spielen.

Kennzeichnung max. 15 Punkte

Habe ich etwas runter gestuft seit dem letzten Vergleich, da die gesetzlichen Vorgaben in Europa strenger geworden sind. Trotzdem gibt es immer noch Anbieter, die den Omega3 Anteil von EPA und DHA gar nicht, oder nicht separat ausweisen. Für mich heisst das, wer das nicht preisgibt, hat sicher was zu verbergen.


Hier geht es zum Test: